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emanzipation

Die wirklich benachteiligten Frauen sind nicht hauptsächlich wegen ihres Geschlechts benachteiligten, die Benachteiligung wegen ihres Geschlechts kommt nur noch erschwerend hinzu.

Die wirklich benachteiligten Schwarzen (hier kann man nach belieben andere Bevölkerungsgruppen einfügen) sind nicht hauptsächlich wegen ihrer Hautfarbe (oder welches andere Unterscheidungsmerkmal hier zum Tragen kommt) benachteiligt, diese Benachteiligung kommt nur noch erschwerend hinzu.

Das gleiche gilt für Benachteiligungen aufgrund sexueller Orientierung, Glauben oder was auch immer.

Alle wirklich Benachteiligten unserer Gesellschaft (und vermutlich aller anderen Gesellschaften) sind aufgrund ihrer sozialen Stellung benachteiligt, die ihnen keinen angemessenen Anteil am gesellschaftlichen Wohlstand und an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verschaffen kann.

Dass die Benachteiligungen aufgrund irgendwelcher anderer Eigenschaften in den Vordergrund gestellt werden, ist nur eine moderne Variante des uralten Spiels „divide et impera“. Die Benachteiligten werden in unterschiedliche, nebensächliche Kategorien eingeteilt um sie so leichter beherrschbar zu machen. Und natürlich um den wahren Grund ihrer Benachteiligung nicht zum Thema machen zu müssen.

Die benachteiligten Frauen haben nichts von einer Quote für Frauen in Führungspositionen, die Frauen, die davon profitieren sind nicht benachteiligt. Schwarze haben nichts von einer Quote bei Studienplätzen solange sie kein Geld haben um Studieren zu können. Die Schwarzen, die davon profitieren waren schon immer privilegiert.

Wer Emanzipation für teilbar hält hat nicht verstanden was Emanzipation bedeutet. Emanzipation der Frauen heisst nichts anderes als dass einige Frauen der Oberschicht weiter auf ihre Privilegien als Mitglieder dieser Oberschicht bestehen und den Frauen der Unterschicht das „Recht“ erkämpfen in Zukunft direkt ausgebeutet zu werden anstatt über ihre patriarchalischen Männer. Ob das für diese Frauen im Normalfall eine Verbesserung darstellt darf bezweifelt werden. Immerhin haben sie auf ihre Männer einen gewissen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen bei Aldi, BurgerKing u.ä. eher weniger.

Die Emanzipation hat meiner Meinung nach in den letzten 200 Jahren eher Pause gemacht. Wir haben die Sklaverei nicht abgeschafft, wir haben sie nur umbenannt. Heute heisst sie Lohnarbeit und ist zumindest eine Teilzeitsklaverei.

Es gibt nur eine Emanzipation als Mensch oder vielleicht besser zum Menschen. Und diese Emanzipation kann man nur für sich UND alle anderen Menschen erkämpfen.

Gleichstellung

Gibt es eine dümmere Forderung als die nach der Gleichstellung von Mann und Frau ?
Vermutlich schon – was aber nichts daran ändert, dass die Forderung reichlich dämlich ist.
Für Frauen ist es ein zweifelhafter Fortschritt so behandelt zu werden wie Männer aktuell behandelt werden. Nur die Art der Unterdrückung zu wechseln ist kaum ein erstrebenswertes Ziel.
Das Ziel kann nicht die Emanzipation der Frauen sein nur die Emanzipation der Menschen zum Menschen ist wirklich erstrebenswert.

Realität und Sprache

Sprache bildet die Realität ab.
Die Sprache reproduziert zwar auch (die soziale) Realität aber die Realität lässt sich nicht durch Änderung der Sprache ändern.
Wer versucht die Realität durch Änderung der Sprache zu ändern unterliegt einer Selbsttäuschung – nur allzu leicht gibt man sich mit der Änderung der Sprache zufrieden und vergißt dabei die Realität zu ändern.
Demokratie entsteht nicht dadurch, dass man einer Regierungsform das Label Demokratie aufklebt, Menschenrechte werden nicht durch die Deklaration der Menschenrechte durchgesetzt, Gleichstellung der Geschlechter ergibt sich nicht durch das Binnen-I.
Wer solches versucht ist im günstigsten Fall naiv, im Normalfall muss man aber davon ausgehen, dass hier absichtlich die Realität vernebelt werden soll mit dem Ziel die Realität unverändert zu lassen.

Eine Wahl

Aktuell müssen wir zwischen zwei Alternativen wählen :
a) Wir versuchen weiterhin das Unmögliche möglich zu machen
b) Wir entscheiden uns für das Undenkbare
Ersteres – also der irrsinnige Versuch endlosen Wachstums – führt sicher in den Untergang.
Letzteres führt ins Unbekannte.
Mal sehen ob wir unsere Angst vor dem Unbekannten überwinden können.

Wichtige Frage

Für manche scheint die Frage nach dem Wohlbefinden der Wirtschaft die allerwichtigste Frage zu sein.
Ich bin mir leider nicht sicher was diese Leute darunter verstehen. Meist meinen sie der Wirtschaft geht es gut, wenn diese möglichst viel produziert, möglichst mehr als je zuvor.
Wenn ich das jetzt mal so auf mich runterbreche – wann würde es dann mir gut gehen. Wenn ich permanent einen 100m Lauf nach dem anderen mache und das natürlich immer schneller ?
Ich denke doch eher nicht, dass ich das als Wohlbefinden empfinden würde. Im Gegenteil ich bin mir recht sicher, dass das zu meinem schnellen Ableben führen würde.
Ich denke, dass das Wohlbefinden der Wirtschaft nicht wirklich relevant ist – sowenig wie das Wohlbefinden meiner Muskeln relevant ist.
Relevant ist mein Wohlbefinden insgesamt – es nützt nichts wenn meine Muskeln mit Dopingmitteln zu Ballons aufgepumpt werden, wenn ich dafür mit akutem Nierenversagen bezahlen muss.
Relevant ist das Wohlbefinden der Gesellschaft als Ganzes, die Wirtschaft ist dabei ein Mittel zum Zweck und nicht der Zweck !

Mutige Realisten

Alle die den „Energiepolitischen Appell“ der wirtschaftlichen Elite unseres Landes gelesen haben sind bestimmt wie ich vom Mut dieser Geistesheroen überwältigt.

Nur die ganz Unbelehrbaren werden entsetzt darüber sein, daß soviel Schwachsinn in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft sitzt.

Sicher für uns Normalsterbliche ist der Mut eine sichere Endlagerung der atomaren Abfälle als gesichert anzunehmen und dieses Problem nicht einmal anzusprechen nicht leicht zu verstehen. Den Realismus der dahintersteht werden nachfolgende Generationen zu würdigen wissen.

Aber die Unterzeichneten haben die realistische Gefahr ganz richtig erkannt, daß sie in Zukunft recht überflüssig sind, wenn die Energieversorgung dezentral organisiert werden sollte. Deshalb setzen sie auch alles daran genau diese Option mit allen Mitteln zu verbauen. Lieber teure und leicht sabotierbar Fernleitungen aus der Sahara (natürlich vom Staat subventioniert) als sich dem mühsamen Wettwerb daheim stellen zu müssen (und das auch noch ohne wettbewerbverzerrende Subventionen)

Nachdem also die Energiewirtschaft ihre Situation sehr realistisch einschätzt sollten das jetzt die Verbraucher auch tun (und dazu gehört der Großteil der Wirtschaft) und sich überlegen welche Art der Energieversorgung auf lange Sicht sicher und bezahlbar ist. Und sie sollten den Mut aufbringen die nötigen, durchaus radikalen (oder gefällt ihnen das deutsche Wort gründlich besser ?) Maßnahmen zu ergreifen.