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Antisemitismus vs. Antiantisemitismus

Antisemitismus setzt voraus, dass es so etwas wie Semiten gibt. Soweit ich das verstehe sind damit Menschen einer bestimmten „Rasse“ gemeint. Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es keine Rassen – der Begriff ist nichts weiter als wissenschaftlicher Humbug.

Wer also von Antisemitismus redet, ist wenn schon nicht selbst Rassist dann doch den Rassisten auf den Leim gegangen.

In der aktuellen Verwendung des Begriffs Antisemitismus (zumindest in Deutschland) steckt allerdings noch viel mehr Sprengstoff. Wer jede Kritik an Israel als Antisemitimus denunziert schützt damit einen vielleicht nicht faschistischen aber auf alle Fälle faschistoiden Staat. Dass Israel faschistische Wurzeln in Form des Zionismus hat, ist offensichtlich. Zumindest der Rechtszionismus hat schon immer auf Terror gesetzt und ging vom alleinigen Recht der Juden (oder besser der Zionisten) auf das Land Israel aus. Was nichts weiter als das typisch faschistische „Volk ohne Land“-Argument ist verbunden mit der Überzeugung auf Untermenschen keine Rücksicht nehmen zu müssen *. Mit der israelischen Siedlungspolitik wurde das seit jeher ohne Rücksicht auf Verluste auf das Brutalste durchgesetzt.

Wer Israel von jeder Kritik ausnimmt und alle Kritiker Israel als Antisemiten vorverurteilt gibt sich als Faschistenfreund zu erkennen und benimmt sich aller moralischer Autorität Faschisten zu verdammen – wer Israel verteidigt hat kein Recht mehr die AfD zu verurteilen. Was für Deutschland schon schlimm genug ist. Es kommt aber noch schlimmer, wenn alle anständigen Menschen zu Antisemiten erklärt werden, dann wird über kurz oder lang die echte Judenfeindlichkeit nicht mehr benannt werden können.

Wer der deutschen Geschichte Eingedenk den Faschismus bekämpfen will muss auch den israelischen bekämpfen – nur so kann das Andenken an die jüdischen Opfer des deutschen Faschismus geehrt werden. Auch wenn es bitter ist, dass die Nachkommen dieser Opfer so schnell zu Tätern wurden.

*Stellen Sie sich mal vor die Siegermächte hätten nach dem 2.Weltkrieg die jüdischen Flüchlinge nicht in Palästina sondern in – sagen wir mal – Bayern angesiedelt und alle Bayern in Flüchlingslagern des restlichen Deutschlands untergebracht. Würden Sie da Widerstand für legitim halten ?

emanzipation

Die wirklich benachteiligten Frauen sind nicht hauptsächlich wegen ihres Geschlechts benachteiligten, die Benachteiligung wegen ihres Geschlechts kommt nur noch erschwerend hinzu.

Die wirklich benachteiligten Schwarzen (hier kann man nach belieben andere Bevölkerungsgruppen einfügen) sind nicht hauptsächlich wegen ihrer Hautfarbe (oder welches andere Unterscheidungsmerkmal hier zum Tragen kommt) benachteiligt, diese Benachteiligung kommt nur noch erschwerend hinzu.

Das gleiche gilt für Benachteiligungen aufgrund sexueller Orientierung, Glauben oder was auch immer.

Alle wirklich Benachteiligten unserer Gesellschaft (und vermutlich aller anderen Gesellschaften) sind aufgrund ihrer sozialen Stellung benachteiligt, die ihnen keinen angemessenen Anteil am gesellschaftlichen Wohlstand und an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verschaffen kann.

Dass die Benachteiligungen aufgrund irgendwelcher anderer Eigenschaften in den Vordergrund gestellt werden, ist nur eine moderne Variante des uralten Spiels „divide et impera“. Die Benachteiligten werden in unterschiedliche, nebensächliche Kategorien eingeteilt um sie so leichter beherrschbar zu machen. Und natürlich um den wahren Grund ihrer Benachteiligung nicht zum Thema machen zu müssen.

Die benachteiligten Frauen haben nichts von einer Quote für Frauen in Führungspositionen, die Frauen, die davon profitieren sind nicht benachteiligt. Schwarze haben nichts von einer Quote bei Studienplätzen solange sie kein Geld haben um Studieren zu können. Die Schwarzen, die davon profitieren waren schon immer privilegiert.

Wer Emanzipation für teilbar hält hat nicht verstanden was Emanzipation bedeutet. Emanzipation der Frauen heisst nichts anderes als dass einige Frauen der Oberschicht weiter auf ihre Privilegien als Mitglieder dieser Oberschicht bestehen und den Frauen der Unterschicht das „Recht“ erkämpfen in Zukunft direkt ausgebeutet zu werden anstatt über ihre patriarchalischen Männer. Ob das für diese Frauen im Normalfall eine Verbesserung darstellt darf bezweifelt werden. Immerhin haben sie auf ihre Männer einen gewissen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen bei Aldi, BurgerKing u.ä. eher weniger.

Die Emanzipation hat meiner Meinung nach in den letzten 200 Jahren eher Pause gemacht. Wir haben die Sklaverei nicht abgeschafft, wir haben sie nur umbenannt. Heute heisst sie Lohnarbeit und ist zumindest eine Teilzeitsklaverei.

Es gibt nur eine Emanzipation als Mensch oder vielleicht besser zum Menschen. Und diese Emanzipation kann man nur für sich UND alle anderen Menschen erkämpfen.